So funktioniert der JobRad-Rechner
Dienstrad-Leasing über Gehaltsumwandlung ist eines der attraktivsten Steuermodelle für Angestellte. Das Rad wird vom Arbeitgeber über 36 Monate geleast, du zahlst die Rate nicht netto, sondern brutto — dein zu versteuerndes Einkommen sinkt entsprechend.
So rechnet der Rechner
Leasingrate ~2,7–2,95 % vom UVP pro Monat (typische Marktwerte JobRad/Bikeleasing, mit Versicherung und Service etwas höher). Netto-Kosten = Leasingrate × (1 − Grenzsteuersatz). Dazu kommt der geldwerte Vorteil nach der 0,25-%-Regel: 0,25 % vom auf 100 € abgerundeten UVP × Grenzsteuersatz. Gesamtkosten = Netto-Rate + Steuer auf Vorteil, mal 36 Monate, plus Übernahmewert nach Leasing-Ende.
Beispiel: 3500 € Rad, 4200 € Brutto, Steuerklasse I
| Position | Wert |
|---|---|
| Leasingrate brutto (mit Versicherung) | 103 €/Monat |
| Grenzsteuersatz | ~39 % |
| Netto-Belastung Rate | 63 €/Monat |
| Geldwerter Vorteil (0,25 %) | 8,75 €/Monat |
| Steuer auf Vorteil | 3,40 €/Monat |
| Monatliche Netto-Belastung | ~66 € |
| 36 Monate gesamt | 2380 € |
| Übernahme (18 %) | 630 € |
| Gesamt | 3010 € |
| Ersparnis vs. Barkauf | ~14 % |
Wann sich Leasing besonders lohnt
- Hoher Grenzsteuersatz (ab ~40 %): jede Rate wird stärker steuerlich reduziert.
- Teureres Rad (ab 2500 €): der 0,25-%-Vorteil skaliert absolut mit dem UVP.
- Versicherung & Service inklusive: bei Alltagsrädern spart das jährliche Werkstattkosten.
- Übernahme zu 10 % vom Anbieter: rechnerisch günstiger, aber Differenz zur 18-%-Regel wird versteuert.
Grenzen des Rechners
Grenzsteuersatz ist geschätzt (Progression, Kirchensteuer, Freibeträge sind nicht exakt abgebildet). Kein Ersatz für Beratung durch Steuerberater oder Arbeitgeber. Stand: 2025. Bei Rechenbeispielen für die eigene Steuererklärung immer den konkreten Leasingvertrag und die persönlichen Lohnsteuer-Werte heranziehen.