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Rechner · 06

JobRad / Leasing-Rechner

Wie viel kostet dich das Dienstrad wirklich — netto, jeden Monat? Vergleich mit dem Barkauf inklusive Übernahmewert.

Geprüft von der radmap.de RedaktionZuletzt aktualisiert:

Konditionen

Versicherung & Service inklusive

Finanzamt akzeptiert i. d. R. 18 % ohne Steuer; viele Anbieter bieten ~10 %.

Deine Belastung

Monatlich netto
66
Grenzsteuersatz ~39%
36 Monate gesamt
2390
Übernahme
630
18% vom UVP
Gesamtkosten
3020
Ersparnis vs. Barkauf
+480(13.7%)

So funktioniert der JobRad-Rechner

Dienstrad-Leasing über Gehaltsumwandlung ist eines der attraktivsten Steuermodelle für Angestellte. Das Rad wird vom Arbeitgeber über 36 Monate geleast, du zahlst die Rate nicht netto, sondern brutto — dein zu versteuerndes Einkommen sinkt entsprechend.

So rechnet der Rechner

Leasingrate ~2,7–2,95 % vom UVP pro Monat (typische Marktwerte JobRad/Bikeleasing, mit Versicherung und Service etwas höher). Netto-Kosten = Leasingrate × (1 − Grenzsteuersatz). Dazu kommt der geldwerte Vorteil nach der 0,25-%-Regel: 0,25 % vom auf 100 € abgerundeten UVP × Grenzsteuersatz. Gesamtkosten = Netto-Rate + Steuer auf Vorteil, mal 36 Monate, plus Übernahmewert nach Leasing-Ende.

Beispiel: 3500 € Rad, 4200 € Brutto, Steuerklasse I

PositionWert
Leasingrate brutto (mit Versicherung)103 €/Monat
Grenzsteuersatz~39 %
Netto-Belastung Rate63 €/Monat
Geldwerter Vorteil (0,25 %)8,75 €/Monat
Steuer auf Vorteil3,40 €/Monat
Monatliche Netto-Belastung~66 €
36 Monate gesamt2380 €
Übernahme (18 %)630 €
Gesamt3010 €
Ersparnis vs. Barkauf~14 %

Wann sich Leasing besonders lohnt

  • Hoher Grenzsteuersatz (ab ~40 %): jede Rate wird stärker steuerlich reduziert.
  • Teureres Rad (ab 2500 €): der 0,25-%-Vorteil skaliert absolut mit dem UVP.
  • Versicherung & Service inklusive: bei Alltagsrädern spart das jährliche Werkstattkosten.
  • Übernahme zu 10 % vom Anbieter: rechnerisch günstiger, aber Differenz zur 18-%-Regel wird versteuert.

Grenzen des Rechners

Grenzsteuersatz ist geschätzt (Progression, Kirchensteuer, Freibeträge sind nicht exakt abgebildet). Kein Ersatz für Beratung durch Steuerberater oder Arbeitgeber. Stand: 2025. Bei Rechenbeispielen für die eigene Steuererklärung immer den konkreten Leasingvertrag und die persönlichen Lohnsteuer-Werte heranziehen.

Häufige Fragen

Was ist die 0,25-%-Regel?
Seit 2020 wird der geldwerte Vorteil bei privater Nutzung eines Dienstrads mit 0,25 % des auf 100 € abgerundeten Listenpreises pro Monat versteuert — ein Viertel des Ansatzes für Verbrenner-Firmenwagen. Deshalb ist Dienstrad-Leasing so attraktiv: die monatliche Steuerlast bleibt minimal.
Kann jeder ein Dienstrad leasen?
Nur Angestellte in Unternehmen, die einen Rahmenvertrag mit JobRad, Bikeleasing, Eurorad oder ähnlichen Anbietern haben. Selbstständige und Freiberufler können privates Leasing nutzen, aber ohne Gehaltsumwandlung-Vorteil. Beamte in einigen Bundesländern inzwischen ebenfalls.
Was passiert nach 36 Monaten?
Drei Optionen: (1) Rad übernehmen zum vom Finanzamt akzeptierten Restwert (i. d. R. 18 %), (2) neues Leasing starten und Rad zurückgeben, (3) Rückgabe ohne Übernahme. Viele Anbieter bieten Übernahme zu ~10 %, dann wird die Differenz zur 18-%-Regel als geldwerter Vorteil versteuert.
Lohnt sich Leasing gegenüber Barkauf?
Bei einem 3000-€-Rad und 40 % Grenzsteuersatz liegt die Ersparnis typisch bei 25–40 %. Umso höher das Rad und der Steuersatz, umso deutlicher der Vorteil. Bei Rädern unter 1500 € und niedrigem Einkommen ist der Vorteil marginal — dann bleibt der Barkauf einfacher.