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ADFC-Fahrradklima-Test 2026 startet am 1. September: Jetzt die eigene Stadt bewerten

Am 1. September 2026 startet der ADFC-Fahrradklima-Test, die größte Befragung von Radfahrenden in Deutschland. Bis 30. November kann jeder die Fahrradfreundlichkeit seiner Stadt benoten. Neu: eigene Befragungen für Jugendliche und Kommunen. Alle Infos zur Teilnahme.

Von Redaktion radmap.de29. Juli 20266 Min.Quelle · ADFC (fahrradklima-test.adfc.de), Pedelecs und E-Bikes, BMV
Beim ADFC-Fahrradklima-Test bewerten Alltagsradler die Bedingungen in ihrer Stadt.
Beim ADFC-Fahrradklima-Test bewerten Alltagsradler die Bedingungen in ihrer Stadt.Foto: Mark Thomas / Unsplash

Wie fahrradfreundlich ist deine Stadt wirklich? Ab dem 1. September 2026 kannst du es selbst bewerten: Dann startet der ADFC-Fahrradklima-Test, die größte Befragung von Radfahrerinnen und Radfahrern in Deutschland. Bis zum 30. November hat jeder die Möglichkeit, die Situation vor der eigenen Haustür zu benoten – und damit direkt an die politisch Verantwortlichen zurückzumelden, wo es gut läuft und wo es hakt.

Für Alltagsradler ist das eine der wenigen Gelegenheiten, mit wenigen Minuten Aufwand echten Einfluss auf die lokale Radverkehrspolitik zu nehmen.

Was der Fahrradklima-Test ist

Der Fahrradklima-Test (FKT) ist eine regelmäßige Umfrage, bei der Radfahrende die Fahrradfreundlichkeit ihrer Stadt oder Gemeinde bewerten. Er findet 2026 bereits zum zwölften Mal statt und gilt als eine der größten Befragungen zur Radzufriedenheit weltweit.

Das Prinzip ist einfach: Du beantwortest Fragen zu deinem Radalltag – etwa ob du dich sicher fühlst, wie breit und gut die Radwege sind, ob Falschparker die Wege blockieren und ob du als Verkehrsteilnehmer ernst genommen wirst. Die Bewertung erfolgt auf einer Skala von eins bis sechs, vergleichbar mit Schulnoten. Das Ausfüllen dauert rund zehn Minuten.

Aus den gesammelten Antworten errechnet der ADFC anschließend ein Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden – aufgeteilt nach Größenklassen, damit sich Großstädte mit Großstädten und kleinere Kommunen untereinander vergleichen.

Neu: Drei Befragungen in einer

Der FKT 2026 vereint drei Perspektiven und macht die Fahrradfreundlichkeit eines Ortes damit umfassender sichtbar als früher:

  • Erwachsene: die klassische Hauptbefragung der erwachsenen Radfahrenden.
  • Jugendliche: eine eigene Befragung, die gezielt die Sicht junger Menschen einfängt – eine Gruppe, die im Verkehr besonders verletzlich ist.
  • Kommunen: eine Befragung der Städte und Gemeinden selbst, in der sie ihre Maßnahmen zur Radverkehrsförderung darstellen können.

Diese Kombination erlaubt es, die Selbsteinschätzung der Kommunen mit dem tatsächlichen Erleben der Radfahrenden abzugleichen – ein wertvoller Realitätscheck.

Warum deine Teilnahme zählt

Der FKT ist mehr als eine Meinungsumfrage. Die Ergebnisse sind eine konkrete Rückmeldung an Verkehrsplaner und politisch Verantwortliche. Kommunen können daraus ablesen, wo ihre Stärken und Schwächen liegen, sich mit anderen Orten vergleichen und gezielt Maßnahmen ergreifen.

Genauso lässt sich damit überprüfen, ob bereits ergriffene Maßnahmen tatsächlich wirken. Damit die Ergebnisse für einen Ort überhaupt ausgewertet werden, ist eine Mindestzahl an Teilnehmenden nötig – gerade in kleineren Städten kommt es also auf jede einzelne Stimme an.

Wie relevant das Thema ist, zeigt der Blick auf die jüngste Vergangenheit: Beim letzten Durchgang beteiligten sich mehr als 213.000 Menschen und bewerteten das Fahrradklima in über 1.000 Städten und Gemeinden. Die Gesamtnote lag damals bei 3,92 – ein Wert, der deutlich macht, dass beim Radverkehr in Deutschland noch viel Luft nach oben ist.

Der politische Kontext

Der Start des FKT 2026 fällt in eine Phase, in der die Radverkehrspolitik ohnehin in Bewegung ist. Erst kürzlich wurde ein Wechsel an der Spitze des Bundesverkehrsministeriums bekannt, den der ADFC mit der Forderung nach mehr Tempo beim Radwegeausbau verbunden hat. Mehr dazu liest du in unserem Bericht zum Wechsel im Bundesverkehrsministerium und den Forderungen des ADFC.

Der Fahrradklima-Test liefert genau die Datenbasis, die solche Forderungen untermauert. Er wird vom Bundesministerium für Verkehr aus Mitteln des Nationalen Radverkehrsplans gefördert und vom ADFC durchgeführt. Die Ergebnisse fließen damit direkt in die Bewertung der Radverkehrsförderung ein.

Termine und Teilnahme im Überblick

  • Start: 1. September 2026
  • Ende: 30. November 2026
  • Dauer: rund zehn Minuten
  • Teilnahme: online, für alle Radfahrenden offen
  • Ergebnisse: Veröffentlichung im Frühjahr 2027

Teilnehmen kann jeder, der Rad fährt – egal ob täglich zur Arbeit, gelegentlich in der Freizeit oder mit dem E-Bike auf längeren Strecken. Je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger wird das Bild für den eigenen Wohnort.

FAQ: Die wichtigsten Fragen

Wann startet der ADFC-Fahrradklima-Test 2026? Am 1. September 2026. Die Teilnahme ist bis zum 30. November 2026 möglich.

Wie lange dauert die Teilnahme? Etwa zehn Minuten. Bewertet wird auf einer Skala von eins bis sechs, ähnlich wie Schulnoten.

Wer darf teilnehmen? Alle Radfahrenden in Deutschland. 2026 gibt es zusätzlich eine eigene Befragung für Jugendliche sowie eine Kommunalbefragung.

Was passiert mit den Ergebnissen? Sie fließen in ein Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden ein und dienen Kommunen sowie der Politik als Rückmeldung. Die Veröffentlichung ist für das Frühjahr 2027 geplant.

Wie oft findet der Test statt? In der Regel alle zwei Jahre. 2026 wird er zum zwölften Mal durchgeführt.

Wer steckt hinter dem Fahrradklima-Test? Durchgeführt wird er vom ADFC, gefördert vom Bundesministerium für Verkehr aus Mitteln des Nationalen Radverkehrsplans.

Warum lohnt sich die Teilnahme? Weil die Ergebnisse konkret in die kommunale Verkehrsplanung einfließen. Gerade in kleineren Städten kann jede Stimme darüber entscheiden, ob ein Ort überhaupt ausgewertet wird.

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